Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Sonntag, 30. Juni 2013

Tag zweiundzwanzig. Mali Losinj, Veli Losinj.

Wir fahren weiter nach Mali Losinj. Das heißt auf Deutsch Klein-Lötzing. Dort ist der letzte große Campingplatz oberhalb der Stadt, man muss einmal um sie herumfahren. Wieder ein Riesenplatz, aber auch er schön schattig. Von dort aus kommt man direkt zum Hafen, man kann aber auch eine schöne Betonpiste am herrlichen blauen Wasser entlang fahren, dann durch den Wald, die Straßen runter, an LIDDL vorbei. Mali Losinj ist ein recht touristischer Ort, mit einem großzügigen Hafenbecken, Promenade drumherum, Souvenirläden, etwas, wohin der gemeine Tourist abends gern pilgert. Besonders am 30.6., denn es ist eine Bühne aufgebaut - ab morgen ist Kroatien Mitglied der EU.
Wir auch.

Samstag, 29. Juni 2013

Tag einundzwanzig. Osor.

Lego, Tomate und Menne wagen sich in das wildbewegte, kalte Meer. Da man über eine Leiter einsteigen muss, ist mir der Unterschied zwischen Land/heiß und Wasser/kalt zu riesig. Ich schaue ihnen lieber zu. Dann radeln wir einmal mehr nach Osor. Ein Ziel braucht der Mensch.
Der CP hat zwar W-Lan, aber es ist teuer und langsam.

Freitag, 28. Juni 2013

Tag zwanzig. Cres, Osor

Wir fahren ein Stück in Richtung Norden zur Fähre nach Cres. Dort fahren wir am Ort Cres vorbei, aber eigentlich nur, weil wir keinen Parkplatz für 2 WoMos finden. Wir fahren weiter. Kurz vor Osor liegt auf der rechten Seite ein CP. Riesig, aber komplett in einem Wald. Sehr schön schattig. Von da kann man auf einem  Fahrrad/Fußweg am tiefblauen Wasser lang, an einer Kirchenruine vorbei nach Osor fahren, einem kleinen Ort, der noch auf der Insel Cres liegt, an der Brücke, die über einen schmalen Meeresarm hinüber zur Insel Losinj führt. Osor ist klein, hat zwei Restaurants, einen Kunstgewerbeladen und sonst nix. Wirkt aber sehr künstlerisch angehaucht.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Tag 19. Stara Baska.

Wir fahren zurück, um den Berg herum nach Stara Baska. Es ist für WoMos gesperrt.
Wir lassen deshalb unseren stehen, Lego will weiterfahren. Als setzen wir uns zu viert bei Lego rein und fahren zum Ort hinunter.
Um es kurz zu machen: Die Straße ist wirklich nicht geeignet und unten ist  - nichts.
Ein Anglerhafen, eine Bar und Häuser. Das ist es dann auch.
Deshalb drehen wir um und fahren zum letzten CP kurz vor der Ortseinfahrt zurück. Er ist terrassenförmig angeordnet, hat eine sehr schöne, neue Sanitäranlage, die beste überhaupt auf der Fahrt und eine Piratenkneipe, die sich unten an den Hang drückt, so dass sie recht schattig ist.
Zum Wasser klettert man ein bisschen runter an einen Kieselstrand oder felsig.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Tag achtzehn. Baska.

Am Morgen machen Tomate und ich eine Strandwanderung bis zum Ende des Dorfes. Der Strand ist steinig und voll, dem Strandbad Wannsee durchaus ebenbürtig: Um ihn in Richtung Promenade verlassen zu können, muss man fast schon auf die Handtücher treten. Auf der Promenade reiht sich ein Shop hinter der anderen Kneipe, auf der höher gelegenen Fußgängerzone ebenso. Lego und Männe riggen derweil ihre Brettln auf, der Wind ist eigentlich ausreichend.
Als sie fertig sind, befinden sie, dass der Wind für die Wellen nicht ausreicht und bleiben sitzen. Ich latsche noch einmal bis ans Ende, dieses Mal mit Faotoapparat, nur leider ohne Hut. Zum Abkühlen steige ich ins Meer.
Es ist tatsächlich kalt. Hatte es in Njivice noch Kinderbadtemperaturen, ist es nun brrr.
In der Nacht kommt Sturm auf. Es bläst, das WoMo wackelt, nur Lego und Tomate haben das Fenster sperrangelweit offen und schlafen tief und fest.
CP
Tag siebzehn. Njivice, Krk, Baska

Wir brechen auf, Richtung Baska. Unterwegs fahren wir ins Städtchen Krk. Sehr nett, recht klein und eng, viele TouriLäden und Kneipen. Auf dem Turm eines alten Gemäuers dann großes Aufregung:
Drei junge Leute rücken mit einer Drohne an, um ein Video über Krk zu drehen. Sie steigt bis hoch über den Kirchturm und dreht noch eine Runde und landet in der Fußgängerzone.
Wir fahren noch ein Stück am Meer entlang, dann geht es weiter nach Baska. Die Landschaft verändert
sich völlig, war es bisher struppiges Macchia, geht es jetzt auf ca 300-400 m rauf in grünere Gefilde, über das sich aber karges Gebirge erhebt, das fällt steil ab in die Bucht von Baska. Vom Strand des CP sieht man aufs Meer, auf das Festland und eine kleine, ganz kahle Insel, die in der Nachmittagssonne ganz toll angeleuchtet wird.
Blau, dunkelblau, weiß, beige. Geht doch. Am Abend zieht ein Gewitter auf. Alles ist nur noch blau und jegliches Land verschwunden.
?
Kirk vom Haufen aus

Drohnen allerorten


Baschka - Blick vom WoMo

Und am Abend



Montag, 24. Juni 2013

Tag sechzehn. Njivice.

Die Sonne scheint, aber im Hintergrund ist der Himmel genauso dunkel wie die Silhouette der Insel Cres. Nach dem Frühstück ist es dann soweit, Wind kommt auf, es gewittert und regnet über lange Zeit. Danach fahren wir am Strand entlang nach Njivice rein, einkaufen und Geld tanken. Fast hätten wir das "Zentrum" verfehlt, es ist aber nochmal gut gegangen.
Ab nachmittags scheint die Sonne wieder und wir können das Badeprogramm wieder aufnehmen.
270 kn CP






Tag fünfzehn. Medulin, Njivice

Vergesst den Scheiß mit der Sternschnuppe, das klappt nicht. (Oder es war doch die ISS.)
Wir haben das große Los nicht gezogen, wir werden keine Kärtner auf der Koralpe. Egal, wir hätten es eh verkauft. Aber schad ists scho.
Heute sind wir weitergefahren, Lego und Tomate sind in Ljubljana, wir wollen sie heute treffen, als Treffpunkt ist Njivice auf Krk geplant, da Krk mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist, und so etwaige Wartezeiten entfallen.Wir nehmen die Strecke über das Hinterland, teilweise Autobahn, teilweise Landstraße mit einem 5km langen Tunnel,weshalb sie auch Maut kostet, bleibt aber mit ca 10€ hinter den Befürchtungen zurück. Unterwegs geraten wir in einen heftigen Regen, das dazugehörige Unwetter muss gerade durchgezogen sein, Laub und Unmengen von Wasser sind auf der Fahrbahn.
Der gefürchtete "Abflug-Schmier" scheint jedoch nicht drauf zu sein. In Rijeka regnet es nicht mehr, auf der Fahrt nach Krk scheint wie auch auf dem CP in Njivice die Sonne. Lego und Tomate sind entgegen unseren Erwartungen schon da und haben auch einen Platz für uns reserviert - 1.Reihe am Wasser mit schattenspendenden Bäumen. Alles bestens. Nur den Preis für den VIP-Premium-Bereich haben sie nicht nachgefragt...
?

Samstag, 22. Juni 2013

Tag vierzehn, Medulin

Gestern abend, als wir noch in der Kneipe saßen, fiel eine wunderschöne Sternschnuppe vom Himmel. (Der Größe nach war es allerdings die ISS) Da fiel mir ein, dass heute ein wichtiger Tag ist. Nein, nicht was Ihr denkt: Heute wird unser großes Los gezogen.(Kicher) Soviel Zufall kann nicht sein.
230kn CP



Tag dreizehn, Medulin, Sommersonnenwende

Wir beschließen, bis Sonntag noch hier zu bleiben. Denn freitags und samstags kommen Wochenendtouristen und Urlauber, wohl dem, der schon einen schönen Platz hat und sich nicht mit den anderen die Straße teilen muss. Außerdem ist es wieder sehr heiß, in der Nacht ist das Thermometer innen nicht unter 27° gesunken, so dass der Hund doch ziemlich am Hecheln war. Wir schwankten zwischen Klimaanlage und alle Fenster öffnen, entschieden uns erst für die Fenster, später dann doch fürs Klima. Der Unterschied liegt (neben dem Stromverbrauch) im Wesentlichen im Geräusch und
der morgendlichen, wärmenden Helligkeit.
Als ich nach neun noch immer etwas unausgeschlafen die Tür öffnete und aus der dunklen Kühle in das warme Helle schaute, kam so etwas wie ein Sonnenkoller in mir auf, am liebsten hätte ich drinnen im Dunklen gefrühstückt.
Und das nur eine Woche nach kaltem, schlechtem Wetter.
230 kn CP
Auf der Rückseite des Womo

Donnerstag, 20. Juni 2013

Tag zwölf. Medulin.

Es ist ununterbrochen schönes, sehr warmes Wetter, deshalb beschließen wir, entgegen unseren sonstigen Gewohnheiten, hier hocken zu bleiben. Zum Surfen reicht der Wind wieder nicht. So kommt es, dass Männe am Strand bei zwei netten Thai-Frauen eine Massage nimmt. Eine halbe Stunde lang biegen und kneten sie ihn, dass er völlig fertig wieder zurück kommt:
Ich glaube, die haben sich in meinem Alter geirrt.
230 kn CP


Mittwoch, 19. Juni 2013

Tag elf. Medulin.

Eigentlich wollten wir heute die Plansche zu Wasser lassen. Aber erstens gibt es keinen Wind, zweitens reißt es mich plötzlich an der Achillessehne und drittens ist es so schön, faul vor dem WoMo zu liegen. Die Reihenfolge lautet: Duschen, essen, abwaschen, lesen (stricken), trinken, lesen, planschen, duschen, essen, abwaschen, trinken....
Achja und Gassi gehen. Der CP ist nix für Hundehasser: Die, also die Hunde, nicht die Hasser, dürfen nämlich (fast) überall pinkeln und kacken, man muss es nur sofort wegmachen. Selten einen saubereren Platz gesehen.
Mittags passiert es dann doch, ein Italiener hilft Männe das Brett vom WoMo zu heben, er knüpft und flucht, schleppt dann alles ans Wasser, während Mamilein nur dasteht und dokumentiert. Ums kurz zu machen, Wasserstart ging mangels Wind nicht und für einen Anfänger sah es echt gekonnt aus. Ein Italiener ließ sich jedenfalls zu einem Bravo! hinreißen. Männes Kommentar später: Ich glaube, ich habe mich in meinem Alter geirrt....
Mamilein hob kurz das Segel an, befand es als zu schwer und ging nur mit Brett paddeln.
Die Dusche danach war sehr schön.
(Lego, wenn du mitliest: Bring bitte Kacksäcke mit. Die Behälter hier sind leer.)
230 Kuna CP

...und schwupp...

...geht doch...

Tag zehn. Rabac, Medulin

623 Kuna hat das Leben auf der Baustelle gekostet. Incl. Kurtaxe.
Nach einem Grundeinkauf bei Lidl beschließen wir, nach Medulin zu fahren. Allein schon wegen der nicht nötigen Fähre. Die kostet nämlich ca 50,00€, wenn man nach Cres möchte. Von dort nach Krk, um zurück wieder aufs Festland zu kommen, muss man über eine Brücke, die vermutlich auch Maut kostet.
In Medulin gibt es zwei CPs. Einen, der sauber in FKK und nicht-FKK getrennt ist, und einen, der sich bald einen Kilometer unter Pinienbäumen bis auf eine Insel erstreckt. Wir wählen zweiteren. Und das ist auch gut so. Endlich ist es landschaftlich wunderschön.
Ickgloob, ick bin im Jrunewald anne Havel.. Nur viel schöneres Wasser.
Wir stehen vielleicht suboptimal schräg hinter einem Sanigebäude, aber ziemlich hoch, in lichtem Schatten und mit einem Rundumblick - wenn da die Bäume und anderen nicht wären.
Die anderen sind weitestgehend Österreicher. Medulin ist ganz offensichtlich der österreichische Zugang zum Mittelmeer. Da gibt es dann schonmal einen Rüffel vom Kärtner Hauptmann im Wohnwagen mit Berliner B: Licht anscholten! wenn eine jugendliche Radlerin im Dunkeln zum Klo fährt. (Wird aber mit einem fröhlichen: Hab keins! gekontert.)
Am Abend flanieren wir die Promenade entlang. Voll mit Kneipen und Dingen, die man nicht braucht und die hier nochmal besonders furchtbar sind. Oder wie wäre es mit einer Puppe im Korealook, die den Gangnamstyle tanzen kann?
Immerhin ist auch Mini-Markt mit landestypischen Produkten. Wir erstehen Feigenmarmelade (Wieviel Zucker ist da drin? Weiß ich nicht - meine Frau..), Speck, mmmmh, und Schinken, sabber. Um den Grappa machen wir lieber einen Bogen, auch Öl und Trüffel lassen wir liegen.
Nachts bleiben die Luken weit auf - ohne Mückenschutz.
Es gibt nicht eine Mücke.
230 Kuna CP
CP bis hinten auf die Insel

Blick aus Richtung Meer




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Montag, 17. Juni 2013

Tag neun. Rabac.

Es ist fast nicht zu glauben, aber wir bleiben noch einen Tag. Irgendwie sind wir über die Fahrerei und die Hitze noch nicht hinweg. Apathisch liegen wir noch einen weiteren Tag herum und planschen gelegentlich im herrlichen Meer. Abends grillen wir ein bisschen (Warnung vor dem Einweggrill von real: Der ist Scheixxe!), dann packen wir allmählich zusammen.
Mücken, Ameisen, Termiten, UFOs und schließlich Bauarbeiten ab 7.00 morgens lassen uns doch einen anderen Ort suchen. Unsere netten Nachbarn aus KA empfehlen uns Medulin. Wir schwanken nun zwischen Cres und Medulin.
Zum Abschluss des Tages suchen wir die Kneipe des CP auf. Und flüchten gleich wieder. Die Gegend ist einfach zu mückig, was an dem Wasserfall liegen wird, der irgendwo hinter dem CP sein soll.
In der Nacht finde ich einen runden, braunen Käfer, der über mein Laken rennt.
Occhhh nöööö.
210 Kuna CP

Sonntag, 16. Juni 2013

Tag acht. Rabac.

Wir beschließen zu bleiben, obwohl die Gegend ihre eigene Geräuschkulisse hat, ua auch Bauarbeiten direkt neben uns. Auch haben wir eine Menge Haustiere, Ameisen, Termiten, Käfer, Ohrenkneifer, Spinnen. Die hat man bei 15° wie in Österreich oder auch Norwegen nicht so oft. Aber ein Bad im Meer muss ebenso sein, wie das Gefühl von Sommerurlaub. Ich überlege, was ich eigentlich so brauche und stelle fest, dass ich vermutlich seit dem Bolsena-See im Juli 2011 nicht mehr bei großer Hitze schwimmen war.
Einfach, weil keine Hitze mehr war. Nur Klimaerwärmung.
Der Strand ist grob kieselsteinig, schmal und voll. Das Wasser aber ist wunderbar, gerade warm genug, türkisblau mit einem leichten Kalkweiß der Steine, es trägt und dank der Crogs haben die Füße auch genug Auftrieb zum im-Wasser-Hängen.
Was kümmern mich jetzt die anderen um mich rum?
Der CP schaut leicht amüsiert auf uns: Wir wagen es, den ganzen Weg mit einem aufgespannten Sonnenschirm zurückzulegen. Aber wenigstens sind wir bei der Rückkehr nicht schon wieder verschwitzt.
Am Abend fahren wir mit dem Rad eine Runde. Dieserart schweißig, stellen sich alle Mücken wieder ein.
210 Kuna




Hinter dem Zaun des CP sieht es dann so aus...




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Samstag, 15. Juni 2013

Tag sieben. Rabac/HR

Wir fahren weiter in Richtung Kroatien. Die knapp 20 km Autobahn von Ljubljana Richtung Kroatien kosten stolze 9,90€, also 0,50€ pro km. Die Kassiererin zuckt bedauernd die Schultern, sie mache die Preise nicht. An einem Spar-Markt in Postojna kaufen wir noch ein bisschen ein, wer weiß, was es im "richtigen Osten" zu kaufen gibt...
Vor der Grenze massenhaft Wechselstuben, 730 Kuna für 100€, keine Provision. Uns dämmert, dass wir wohl Geld werden tauschen müssen. Und endlich auch ein völlig ungewohntes Bild: Lange Schlangen vor der Grenze bei der Ausreise und auch bei der Einreise. Aber immerhin, Personalausweis reicht, vielleicht auch, weil der Grenzer in ein Gespräch verwickelt ist und nach nur kurzem Blick gewohnheitsmäßig weiterwinkt. Auf einer super neuen Autobahn fahren wir bis Opatija für nur 2,03€
Nach einem ziemlichen Gegurke die Berge rauf und wieder runter, weil wir Opatija umfahren und uns schonmal die Fähre nach Cres anschauen, kommen wir im Oliva Sports Camp in Rabac an. Der schlichte Horror für jeden Individualreisenden:
Eine kleine Bucht mit drei riesigen Hotelkomplexen und einem großen Campingplatz. Uns ists wurscht. Es ist heiß und wir wollen einfach nur ankommen. So geschieht es, dass wir am Abend wieder unter Bäumen stehen und uns auf den langen Marsch ans Wasser machen, gleich anschließend auf den noch längeren Weg zum Hafen, dort locken die einheimischen Devisen.
Männes Laune bessert sich erst, als er ein eiskaltes Erdinger bekommt. Mit der Dämmerung müssen wir uns der Mücken erwehren. Das hatten wir schon lange nicht mehr erlebt.
210 Kuna CP
11,93€ Maut
20 Kuna WLan
Der CP vom WoMo aus gesehen.









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Freitag, 14. Juni 2013

Tag sechs. Ljubljana

Nachdem Männe seine Frühstückszeremonie beendet hatte - erst einen Tee, dann duschen, dann einen Kaffee, Brötchen, Joghurt mit Müsli, dann abwaschen, Gassi gehen, danach ach, die Tabletten, dann noch einen Kaffee - sind wir aufgebrochen.
Dazu haben wir uns eine Codekarte für den Bus besorgt, auf die 4,80€ eingezahlt wurden, die im Bus dann wieder abgebucht werden, 1,20€ je Person und Fahrt. Und die ist recht lang, was sich besonders
auf der heißen und vollen Rückfahrt bemerkbar macht, obwohl die Klimaanlage auf vollen Touren läuft.
Die österreichischen Nachbarn sind mit Amadeus - einem albernen Pudel, lol - nur kurz vor uns aufgebrochen, während Cora im Auto bleibt. Zu warm.
Ljubljana hat eine nette kleine Altstadt und eine belanglose Burg, weswegen sie vor einigen Jahren mit einer Zahnseilbahn verbunden wurde, die modernste Technik aufweist. Klar sind wir rauf, aber auch der Blick von oben bestätigt den Eindruck von unten: Nette kleine Altstadt, belanglose Burg und viel schreckliche Bebauung drumherum.
Der große Markt unter zahlreichen Sonnenschirmen - die fast alle viereckig und rot sind, während sie sonst alle viereckig und weiß sind, keinerlei Werbung! - weist beeindruckende Preise auf, weshalb wir ihn etwas ignorieren, lediglich ein Topf Rosmarin - fürs Fleisch - und eine dünne kurze Hose - für mein Fleisch - werden eingetütet. Am Fluss Ljubljanica gibt es eine lange Säulenreihe mit Imbissen und Tischen davor, dahinter stehen rollende Friteusen, in denen hauptsächlich Fische gebraten werden. Wir finden ein schattiges Plätzchen hinter einer wunderbar funktionierenden Abluft. Mein Versuch, Landeskost zu essen, scheitert ein wenig. Erst dauert es lange - handgemacht! - dann kommt ein in Scheiben geschnittener Topfenstrudel mit in Butter gebräunten Semmelbröseln. Da weder Zucker noch Salz angewendet wurde, ist nicht ganz klar, welcher Geschmacksrichtung er angehören soll. Der unaufgeforderte, als Gruß der Küche gebrachte Palatschinken, mit Topfen, Apfel und Nüssen dünn geschichtet und mit viel Puderzucker bestäubt, ist da eindeutig leckerer. Aber da war ich leider schon voll.
Wieder zurück,sind wir froh, dass der CP einen sehr schönen Bestand an hohen Bäumen besitzt,
unter denen es sich trefflich aushalten lässt.
Strultzki, Suppski, Palatskinki, Pivo, Voda und 2 Cappucini = 14,60€. (Die Sprache ist so grauslich, dass ich nix verstehe und mir auch nichts merken kann - außer Pivo, Voda und Cappucino...)
16,00€ CP
 4,80€ Bus
Drachenbrücke

Fußgängerzone

An der Ljubljanica




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Donnerstag, 13. Juni 2013

Tag fünf. Wurzenpass, Kranjska Gora, Ljubljana

Wir wachen in hellem Sonnenschein auf, saugen noch ein bisschen durch, Strom ist ja inclusive. Dann kaufen wir noch ein paar Sachen ein, wer weiß, was man "im Osten" bekommt und fahren weiter. Durch das schöne Gail-Tal in Kärnten nach Arnoldstein, rechts ab, stolze 18% in Worten: achtzehn Prozent Steigung hinauf zum Wurzenpass. Oben angekommen, erwartet uns Slowenien. Und kik. Wir tauschen erste Erfahrungen mit einem deutschen Camper, aber der fährt wie wir nach Süden. Immerhin empfiehlt er uns, eine GoBox zu mieten, so teuer wäre die nicht, wenn man nicht das gesamte Österreich queren würde, sondern zB nur die Pässe. Apropos Pässe. Wir haben gar keine dabei.
Zum Glück gehört Slowenien schon zur EU. Und Kroatien ab dem 1.7. Wird schon irgendwie klappen.
Wir fahren über Kranjska Gora auf die Autobahn nach Ljubljana. Diesmal lastet Männe nicht ab, und muss so statt einer Vinjette stolze 7,90€ zahlen für ca 52 km. In Ljubljana gibt es einen Campingplatz mit Schwimmbad über acsi für 16,00€, von dem aus man mit dem Bus direkt in die Altstadt von Ljubljana fahren kann. Am Eingang zur Rezeption prangt ein Schild: Heute private Party am Schwimmbad mit Live-Musik. Sie bitten den Krach zu entschuldigen. Na super.
Blue Spanish Eyes und Simply The Best. Aber auch "Stratzanitza viagra..." oder so.Wer einen GrandPrix der letzten Jahre mal gesehen hat, weiß was ich meine. Wenigstens steht das Ende schon fest: 0.00 h. Kalkbrenner in Metaponto ging deutlich länger. Bis 1.30 h.
Aber, die Hose ist kurz, das Hemd dünn, das Fleisch lecker und das WLAN billig.
16,00 CP
7,90 Maut
2,00 WLAN
Wie im Ruhrgebiet. Ein Fahrradweg vor Kranjska Gora.




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Tag vier. Großgockner, Körtschach

Die Nacht war relativ laut, da die Straße zum Großglockner im Prinzip den CP von seinem Badesee trennt, heißt, sie führt um den halben Platz herum. Deswegen hatte ich nächtens ausreichend Zeit, um für mich zu beschließen, dass ich hier weg will. Ich will in den Süden. Wenn es sein muss, auch ins Drautal. Wir fahren los, auf den Großglockner, obwohl es immer noch sehr wolkenverhangen ist.
Am Mauthäuschen lasten wir unseren Camper vorsichtshalber ab. Er wiegt nur noch 3,5t. Das kostet 33,00€. (Die Kosten im anderen Fall sind uns leider nicht bekannt.) Nach einiger Zeit folgen uns die Wolken. Bald sehen wir fast nix mehr, tappen erneut im Nebel. Wir biegen zum Kaiser-Franz-Haus ab. Die Wolken lichten sich, wir können den Pasterze-Gletscher sehen.
Okay, nach dem Nigardsbreen in Norwegen bin ich ein bisschen enttäuscht.
Vielleicht liegt es an seinen erheblich geschrumpften Ausmaßen, jedenfalls ist er schmuddelig grau, kein bisschen blau. Wir klettern ein wenig hoch, zur Svarowski-Beobachtungsstation, die oben am Berg klebt, schauen von da auf das vermutlich höchste Parkhaus Österreichs. Aber es ist recht windig und kalt, die Wolken werden wieder dichter, wir kehren um, bewundern possierliche Murmeltiere.
Die geile Gletscherbahn sehe ich leider erst auf dem Rückweg. Okay, nächstes Mal mit der Bahn runter zum Gletscher und hinlaufen.
Auf der Galerie über der Straße stehen Steinböcke.
Wir fahren über Heiligenblut ins Tal, bewundern noch den Jungfernfall, dann geht es weiter Richtung Kötschach, dort soll ein Stellplatz sein. Es tauchen neue, wunderschöne Gipfel auf. Sie sehen nicht nur aus wie Dolomiti, sie sind es auch. Gleich im Ortseingang von Kötschach ist ein Biker-Hotel, das auf der gegenüberliegenden Seite einen Stellplatz angelegt hat. Er ist terrassiert und liegt wunderschön am Waldrand in der Sonne. Wir schwingen rein und setzen uns für eine halbe Stunde in die wärmende Sonne. Jaaaaaa....
Dann geht sie unter.
14,50 incl alles.
Gletscherbahn

Gletscher

Und ewig grüßt das Murmeltier





Dienstag, 11. Juni 2013

Tag drei.

Das Wetter bleibt schlecht. Für eine Fahrt auf den Großglockner ist es zu schlecht. Dieses Mal wollten wir aber etwas von der Landschaft sehen und nicht wieder im Nebel tappen. Wir beschließen daher, nur nach Bruck auf einen Campingplatz zu fahren und noch einen Tag abzuwarten. Wir finden einen großen, stramm durchorganisierten Platz mit super Sanitäranlagen. Die Klopapierhalter sind bemerkenswert:
Die Rollen stecken auf dünnen Plättchen und wenn man am Papier zieht, dann bleibt die Platte an einem Anschlag hängen und - schwupp, hat man genau zwei Blätter in der Hand.
Ich habe es bestimmt zwanzigmal probiert: Und es gab immer genau zwei Blätter...
Dennoch läuft kein holländischer Sender, sondern Ö3. Kaum zu glauben. Dass allerdings im Drautal 24° sein sollen, ist bei derzeit herrschenden 15° auch kaum zu glauben. Das Drautal ist nur ca 100 km von Bruck entfernt. Allerdings auf der anderen Seite der Glockner-Gruppe.

Der Taksim-Platz in Istanbul wurde von der Polizei gewaltsam geräumt.
21,50 incl Kurtaxe und Strom

CP Bruck - Badesee




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Montag, 10. Juni 2013



Tag zwei. Almdorf

Entlang der A8 können wir Ansätze der Flut bewundern. Wiesen sind geflutet, das Wasser kommt teilweise bis auf einen Meter an die Fahrbahn ran, Sandsäcke verhindern Schlimmeres. Es regnet mehr oder weniger ununterbrochen.
Wir suchen in Österreich einen Stellplatz raus, der auf einem Bauernhof in der Nähe von Zell am See liegt. Wir fahren eine Weile an der Ache entlang: Sie sieht wild und zerklüftet aus, die Spuren einer heftigen Überschwemmung sind unübersehbar.
Der Bauernhof liegt in Almdorf, nicht am Fluss, nicht an einem Berghang, das ist schon mal beruhigend.
Zwischen zwei urigen Bauernhäusern hindurch, an einer kleinen Kapelle rechts auf den Hof. Ein Kölner ist schon da, ein Leverkusener wird noch dazukommen. Das nennt sich wohl ein rheinisches Treffen. Die Bauernleute sind duftend und herzlich. Die Nacht ist ruhig bis auf ein knatterndes Mopped gegen 3 Uhr. Kühe und Glocken halten aber still.
Dafür regnet es.
15,00 incl Strom



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Sonntag, 9. Juni 2013

Tag eins. Kirchheim unter Teck

Eine neue Fahrt steht an, und da wir letztes Jahr in Norwegen, also in der Kälte im Norden waren, wollen wir dieses Jahr wieder in den Süden, in die Wärme.
Die Wetterbedingungen sind dafür denkbar schlecht. Es regnete rund um die Elbe und Donau so stark, dass diese Gegenden überflutet sind. Auch in Österreich regnete es so stark, dass zB die Felbertauernstraße zugerutscht und damit nicht mehr befahrbar ist. Dabei wollten wir von Kölei aus durch den Felbertauerntunnel nach Slowenien fahren.
Wir kommen ohne Probleme und trocken bis Kirchheim unter Teck. Das liegt hinter Stuttgart und da wartet ein großer, unbefestigter Parkplatz, auf dem offiziell zwar nur 3 stehen dürfen, aber Platz für mehr WoMos wäre.
Er ist ruhig und kostenlos.
0,00 €
Kirchheim unter Teck







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