Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Donnerstag, 7. Juli 2011

Tag siebenunddreißig - letzter Tag

Mittwoch, 6.7.2011
Wir laufen in heimatlichen Gefilden ein. Tochter ist Zuhause, braucht aber unseren Support. Wir ziehen bei ihr ein. Bis Samstag. Dann ist der Familientausch beendet, bekommen wir unsere Betten zurück, die Nachbarn müssen sich leider neue suchen.
Ihr Umbau - ach, soviel Kummer und Elend, seufz, schnief, schluchz, *Tränenbrechaus*, *Schlosshundheul* , huuuuuaaaahhhh.......
(Aber ich weiß, die halten das aus. ;-))
0,00 € Übernachtung

Tag sechsunddreißig - Ladenburg

Dienstag, 5.7. 2011
Wir laufen noch ein bisschen durch Bi. Oder ist es doch Bi? Egal. Es macht mich sauer, sauer, dass es in Deutschland so schöne Orte mit Sonne und freundlichen Menschen gibt und ich ...., ach egal. Wir reißen noch Mitbringsel für die übernächste Generation, dann geht es weiter. Die Tochter ruft an, sie wird erst morgen entlassen, wir können uns noch einen Tag trollen. So landen wir doch noch in Ladenburg, einem wirklich schönen Platz am Neckar. Der Sheriff, den wir schon vom letzten Mal kennen, kommt vorbei und pariert unser Gefrozzel: Mit Ihnen haben wir so früh noch nicht gerechnet, mit der Nachricht, dass nächstes Jahr alles anders würde, weil es dann einen größeren, privat bewirtschafteten Platz gäbe. Der auch sicher teurer würde.
Hm. Wir nehmen Kontakt mit Mannem auf. Einer ist da, wir ziehen nach Mannem um. Nach dem Dinner beim SV Waldhof wird es spät und bierselig.
5,00 € eigentlich nicht für Übernachtung.

Tag fünfunddreißig - Bi-Bi

Montag, 4.7.2011
Wir fahren los. Nicht ohne vorher die Wohnung gründlich geputzt zu haben. Es wird spät, und da wir unsere lieben Freunde vom süßen Berg nicht wieder überrumpeln wollen, rollen wir in Bi-Bi ein. Das Lama, an der Enz und am Rande der Altstadt gelegen, soll bis 24.00 warme Küche haben. Hat es und auf dem Stellplatz ist auch noch genau ein Platz frei. 20,00 € Kaution für die Schrankenkarte, 5 für den Platz, Strom und Wasser gegen 50 Cent. Das 0,3 Bier hingegen kostet stolze 2,70.
5,00 € Übernachtung.

Tag vierunddreißig - Kölei

Sonntag, 3.7.2011
Ich bin schon wieder stinkig. Auf Wunsch eines einzelnen Herren sind die Matratzen ausgetauscht worden. Meine kuschelig weiche ist gegen ein Brett getauscht worden. Wegen der Rippe kann ich nur auf der rechten Seite und dem Rücken schlafen. Entsprechend schlecht habe ich geschlafen und jetzt tun mir das rechte Schlüsselbein und die Hüfte weh, so, als ob die Knochen ins Fleisch gepresst wurden. (Wurden sie ja auch.) Im Keller stehen eine nagelneue Miele-Waschmaschine und -Trockner. Ich bin ein bisschen enttäuscht: Trotz High-Tec sprechen sie nicht mit mir, ich muss noch alles selber lesen. OK, die Sachen sind nach Jahren endlich sauber geworden. Nur passen sie jetzt nicht mehr. Man kann halt nicht alles haben. Wir gehen noch ein bisschen in Gerlos spazieren und füllen die verlorengegangenen Kalorien gleich wieder auf: hm, lekker Mohntorte.
Am Abend rufen erst die Nachbarn an, ja, wir bleiben bestimmt noch eine Woche, danach die Tochter, ja, wir kommen übermorgen, ganz bestimmt. Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss.
Habe ich mal gehört.

Samstag, 2. Juli 2011

Tag dreiunddreißig - Kölei

Samstag, 2.7.2011
Früh um sieben bimmelt keine Kuhglocke. Wahrscheinlich sind die Kühe erfroren. Auf meiner Suche nach weiteren Schnappschüssen sehe ich zwei Hirsche. Sie stehen ruhig und glotzen mich genauso doof an, wie ich sie.
Der Schlüsselinhaber ist erst um 12.30 erreichbar, also hängen wir im holländischen Sterngucker rum und ich blogge, was das Zeug hält. Trotz Latte Macchiato, Zeitung und Kaspressknödelsuppe nöhlt Männe schon wieder rum. Draußen schneeregnet es.
Hat einer mal nen Ferrari für mich?
Ich glaub mich trifft ein Hirsch...

Tag zweiunddreißig - Kölei

Freitag, 1.7.2011
Die Nacht war schattig, um 14° herum. Die 30° Nachtausstattung war eindeutig zu dünn. Wir fahren weiter, statt durch den Felbertauerntunnel für 12,00 € wählen wir die attraktivere und kostspieligere Großglocknervariante. In Heiligenblut sind es schon nur noch 9°, die Wolken werden dunkler, der Wind heftiger. Wir sind etwas unentschlossen. Der WoMo-Stellplatz in Heiligenblut liegt tiefer in einem sonnenfreien, engen Tal. Für 15.00 Uhr eindeutig zu
depressiv. Oben soll es aber schneien, das ist für eine gute Aussicht hinderlich. Egal, weiter. Um 1600 Meter geht der Regen in Schnee über, die Temperatur sinkt zuguterletzt bis auf 0°. Es ist wolkig-nebelig, die Sicht schlecht. Alles grau in grau. Wer das mag, hat sich für einen Sommerurlaub in Schottland qualifiziert.
Wieder unten freuen sich die Bremsen über die nasse Abkühlung, es regnet, so dass wir auch das Treffen der alten Feuerwehrautos nicht besuchen müssen. Es bleibt auf der ganzen Fahrt dunkel, kalt und regnerisch. Wir beschließen, gleich nach Kölei durchzufahren. Dort warten immerhin Fernsehen, Badewanne und eine trockne, warme Wohnung. Denkste. Als ich den Glockenschlüssel raushole, fehlt der Hausschlüssel, denn den hatte Männe ja abgegeben.
(Ich weiß schon, warum ich meine Hausschlüssel nie rausrücke.) Also eine weitere Nacht im WoMo vorm Ursprung mit toller Aussicht bei 5°. Männe ist ob des nun wirklich schlechten Wetters maulig. Mein Hinweis, am Gardasee war es wärmer und ich wüßte eine Kreuzung in der Nähe, wo es nach Slowenien und Italien ginge, stimmt ihn auch nicht froher. Um Mitternacht bimmelt noch immer eine Kuhglocke. Ansonsten lärmt die Stille.
0,00 € Übernachtung
36,50 € Maut (29,- GG, 7,50 Gerlos)
Großglockner

Pinzgau