Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Mittwoch, 2. Juli 2014

Tag dreiundzwanzig. Stockholm.

Da Wetteronline eine schlechte Vorhersage abgegeben hatte, wurde Wetter.com gefragt und die sagten für heute Sonne und ab 14 Uhr Regen voraus. Also wieder mit dem Fahrrad in die Stadt. Wir beschließen, den HopOnHopOff-Bus zu nehmen und auf die Vergnügungsinsel zu fahren, wo ich in den Skansen gehen will, einen alten schwedischen Folklore-Park, in der Hoffnung, Elche zu sehen, während Männe ins Wasa-Museum will, das Wrack der Wasa bewundern, die Anno Tobak nach nur 200 m Fahrt gesunken war und nach 300 Jahren im Wasser liegen zur Überraschung aller ziemlich komplett geborgen wurde. Genauer kann ich das nicht sagen, denn als wir am Grand Hotel vorbei kamen, standen dort viele Menschen. Also stellten wir uns dazu und nach längerem Warten kam ein alter Mann mit Rollator raus, der die Menschen zum Johlen brachte.
Okay, der Rollator ist erfunden, der Rest stimmt aber. Eine Sekunde nach dem Abrauschen brach ein Gewitter aus (zum Glück eine Stunde später, als von wetter.com angesagt) und alles flüchtete irgendwohin. Wir einmal mehr in ein Café.
Abends, nach dem Essen, erneut eine Runde um den Ridderfjärden. Heute scheint endlich die Sonne über dem Wasser und ich habe den Fotobrat dabei.
Der alte Mann mit der Zunge.

Riddarholmen am Riddarfjärden.


Schloss.

Stadshuset am Riddarfjärden.


Dienstag, 1. Juli 2014

Tag zweiundzwanzig. Stockholm.

Morgens um 7 kommt das erste Flugzeug, wir liegen in der Einflugschneise von einem der drei Flughäfen. Dann kommt der Rasenmäher für den Park hinter uns und schließlich knallt die extrem stark eingestellte Klotür das erste Mal zu. Über die Brücke fahren schon seit längerer Zeit Autos. Es ist gnadenlos laut.
Der Himmel ist grau, es fängt an zu nieseln, dennoch fahren wir mit dem Radel los. In der Innenstadt große Überraschung: Die Rolling Stones geben heute in Stockholm ein Konzert. Unsere Zunge und Mick in der selben Stadt! Wir streunen ein bisschen durch die Stadt, buchen einen HopOnHopOff-Bus, der uns der Konkurrenz wegschnappt und deswegen später nur den Abendpreis abnimmt: 400 statt 520 SEK und wir können auch morgen noch fahren. Die Fahrt verschafft uns eine gute Übersicht über Stockholm. Danach geht der Nieselregen in einen gepflegten Regen über. Wir harren im Café der Stadsmission aus, schließlich fahren wir durch den Regen zurück zum WoMo. Ziemlich frustriert. Aber nach dem Essen geschieht ein Wunder: Für das Stones-Konzert kommt die Sonne wieder raus. Wir fahren noch einmal über den Norrmälarstrand in die Gamla Stan und über den Södermälarstrand wieder zurück, also einmal um den Riddarfjärden.
(Das war Schwedisch.)
Männe und ich in Stockholm.

Volle Straßen dank Kreuzfahrtschiffen.

Blick aus der Stadsmission vor dem Regen.