Sonntag, 27. Juni 2010
Tag vierundzwanzig-2
Samstag, 26.6. Weiter geht es zur russischen Grenze - das Ende der EU ist landschaftlich sehr schön - und dann zurück nach Ostroda. Wir finden einen netten, recht polnischen Campingplatz im Kiefernwald am See. Bar ist open, aber Imbiss zu. Wozu haben wir auch Miraculi?
Tag vierundzwanzig-1
Samstag, 26.6. Wir verlassen den Stellplatz in Mikolajki. Die Nacht war unruhig, da betrunkene Jugendliche nach einem Fest bis weit in die Nacht krakeelten und der Straßenverkehr für diese kleine Stadt erstaunlich war. Das Wetter fängt an, wieder besser und wärmer zu werden. Wir fahren zur Wolfsschanze, dem Hitler-Hauptquartier von 1941-1944. Dort fand das Attentat auf ihn statt. Es ist beklemmend. Geschichte hätte wirklich ganz anders geschrieben werden können.
Tag dreiundzwanzig
Freitag, 25.6. Wir bleiben in Mikolajki, Männe trifft die Mannemer durch Zufall noch einmal. Nachmittags schäle ich mich auch aus dem Auto, suche Läden heim und kaufe neben Mitbringseln eine warme Jacke. Wir gehen noch ein bisschen im grau-trüben Wetter spazieren, ziehen Geld (Foto), das war es dann aber auch.
Tag zweiundzwanzig
Donnerstag, 24.6. Wir fahren weiter nach Mikolajki inmitten der Masurischen Seenplatte. Männe möchte nicht mehr allein in der grünen Hölle stehen. Aus der mussten wir allerdings erst wieder gezogen werden. Zu nass die Wiese, zu schwer das Auto.
In Mikolajki stehen wir auf einem WoMo-Stellplatz mit Ver-und Entsorgung neben einem bewachten 24Std-Parkplatz mitten in der Stadt, nahe der wenig beachtete Attraktion: Die evangelische Kirche, nach einem Entwurf von Friedrich Karl Schinkel. Mittags läutet sie Ein feste Burg ist unser Gott, abends ertönt ein Bläser.
Tag einundzwanzig
Mittwoch, 23.6. Mir geht es schlecht. Ich habe Durchfall und Fieber. Außerdem regnet es, alle WoMos fahren ab, auch die Mannemer, sie haben wenig Zeit, aber viel vor, das Internet geht nicht. Männe wird fast verrückt. Nachmittags greife ich einmal mehr zum Antibiotikum, Camper, die abends kommen, geben ein Immodium ab. Das nehme ich aber nicht.
Tag zwanzig-2
Dienstag, 22.6. Wir besichtigen das Stellwerk, an dem nur mit Hilfe der vorhandenen Wasserkraft, die Schiffe den Berg hinaufgezogen werden. Diese Technik wurde 1890 entwickelt und funktioniert noch heute. Sehr spannend. Die Touren selber dauern zwischen 4 und 10 Stunden und müssen vorbestellt werden. Abends fahren wir zum Campingplatz nach Mrogawo. Ein wunderschöner Rasenplatz direkt am See. Leider kommen wir den feuchten Hang nicht rauf und müssen gezogen werden. Außerdem ist mir schlecht und ich bekomme Fieber.
Tag zwanzig-1
Dienstag, 22.6. Zuerst bekomme ich einen selbstgepflückten Strauß geschenkt, dann fahren wir weiter über Elblag nach Mragowo. Wir suchen uns eine von fünf Stellen aus, an denen Schiffe auf ihrer Fahrt durch den Kanal über Land einen Berg raufgezogen werden. Es ist die richtige Stelle, denn als erstes finden wir ein wunderschönes Mohnfeld.
Tag neunzehn
Montag, 21.6. Wir fahren ohne Wenner, dem das Programm zu fünft zu stressig wird, weiter nach Malbork-Marienburg. Wir stehen auf dem WoMo-Stellplatz am Ufer der Nogat, der schöneren Sicht wegen. Es gibt aber auch einen Stellplatz auf der anderen Seite. Die Burg ist ebenso wie Danzig eine Meisterleistung polnischer Restauratoren, da beides im Krieg bis zu 90% zerstört worden war.
Abends gehen wir auf dem am Ufer festgemachten Schiff essen. Vor dem Genuss von Fisch muss dringend gewarnt werden!! Die Pizza hingegen ist gut.
Tag achtzehn
Sonntag, 19. Gdansk. Erneut fahren wir, nun zu fünft, nach Gdansk. Wir buchen eine Stadtrundfahrt mit einem Elektrokarren und stellen fest, die Altstadt ist noch größer, als wir gestern schon gesehen hatten. Zuerst ging die Fahrt allerdings zum Denkmal an die während des Streiks getöteten Werftarbeiter. Dann zum Postamt Nr.1, an dem der Krieg 1939 in Polen begann und daher auch in Grass`Blechtrommel eine Rolle spielt, schließlich durch die Altstadt. Nach der Fahrt trennen wir uns, da es heiß ist und wir verschiedene Interessen verfolgen.
Abends fahren wir mit dem Rad nach Sopot-Zoppot. Ein sehr mondäner Badeort, das Sylt von Polen. Dennoch leistet die EU finanzielle Hilfe für eine Untertunnelung und eine riesige Mole.
Tag siebzehn
Samstag, 19.6. Wir fahren weiter nach Gdansk-Danzig. Die Mannemer sind unterwegs und wollen abends auch in Gdansk sein. Wir fahren auf den Kempingplatz Nr.19 in Sopot-Zoppot. Wenner ist schon da. Wir nehmen die Bahn nach Gdansk. Es ist schon spannend, sich eine Rückfahrkarte auf Polnisch zu kaufen, aber es klappt. Kleiner Tipp: Es kostet 8 Zloty hin und zurück
Der erste Eindruck von Gdansk ist großartig. Wir laufen eine kleine Runde und beschließen, morgen wegen der Größe eine Stadtrundfahrt zu buchen. (Wenn man das Foto oben machen will, muss man bis mittags dagewesen sein, sonst ist die Sonne weg.)
Abends sind die Mannemer auch auf Nr.19.
Freitag, 18. Juni 2010
Tag sechzehn
Freitag, 18.6. Über Nacht ist es wieder sehr windig geworden und dadurch recht kühl, aber in der Sonne ist es angenehm warm. Man weiß nicht, wo man sich hinsetzen oder was man anziehen soll. Wir fahren durch das Städtchen. Es ist ein kilometerlanges Straßendorf mit selbstgezimmerten Buden im Vorgarten, in denen nur - wirklich nur- Nippes angeboten wird.
Eine kleine Sehenswürdigkeit ist das Kurhaus noch vom alten Wilhelm.
Tag fünfzehn-2
Freitag, 18.6. Der Kempingplatz Rafael, Turystyczna 10, liegt ganz in der Nähe des Hafens an einem Flüsschen. Sehr sauber, sehr empfehlenswert. Am Hafen kann man Fisch kaufen oder auch lecker essen gehen. Zur Hauptstraße ist es auch nicht weit.
Tag fünfzehn-1
Donnerstag, 17.6.2010. Wir fahren weiter nach Leba. Dort soll Europas höchste Wanderdüne sein. Die Düne von Frankreich im Kopf radeln wir 8 km durch einen von Mücken durchsetzten Wald zur Düne. Irre. Mit den Ausmaßen haben wir nicht gerechnet. Außerdem kaum noch Menschen, keine Bewirtschaftung, kein Klo, gar nichts. Eine Hand voll Leute, ansonsten nur Natur, kilometerlanger Strand zur Rechten wie zur Linken und - Düne.Wenner hat kein Fahrrad, sondern einen Roller. Er darf nicht mit.
Tag vierzehn
Mittwoch, 16.6. Wir bleiben noch einen Tag in Darlowo und sehen uns die lebhafte kleine Innenstadt an. Wir werden beim Fotografieren deutscher Grabkreuze von einem alten Mann auf Deutsch angesprochen. Er erklärt uns auch, warum ganz Polen eine Baustelle ist: Der Winter war so lang. Die Pizzeria ist originell, die Bedienung muffig, die Pizza schlecht. Quattro stagioni mit Muscheln.
Wir sind allein auf dem Kempinglatz, Hund tollt mit Kempinghund herum, rein ins Wasser und wieder raus, weiterrennen. Abends kommt eine allein reisende Radfahrerin mit geschätzten 40 kg Gepäck. Sie erzeugt Panik vor Zecken. Okayyy, wenn man immer auf der Erde schläft.
Abends fahren wir zum Strand mit Leuchtturm und der obligatorischen Budenmeile.
Wir sind allein auf dem Kempinglatz, Hund tollt mit Kempinghund herum, rein ins Wasser und wieder raus, weiterrennen. Abends kommt eine allein reisende Radfahrerin mit geschätzten 40 kg Gepäck. Sie erzeugt Panik vor Zecken. Okayyy, wenn man immer auf der Erde schläft.
Abends fahren wir zum Strand mit Leuchtturm und der obligatorischen Budenmeile.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Tag dreizehn
Dienstag, 15.6. In Kolobrzeg-Kolberg haben wir auf einem bewachten 24Std-Parkplatz nahe am Hafen gestanden, d.h.auf einer Baustelle, noch beim Parken haben sie Platten gelegt. Dort lernen wir Wenner kennen. Wenner ist allein unterwegs. Gestern Abend besuchten wir noch die Strandpromenade, die mit Hilfe von EU-Mitteln gestaltet wurde. Heute schauen wir uns Kolberg an. Uns fällt ein sehr schöner Backsteinbau auf, der aber sehr bröselig ist. Später stellt sich raus, es ist das Rathaus und von Friedrich Karl Schinkel.
Wir fahren weiter nach Darlowo. Unterwegs sehen wir Wenner, er hatte ein Polizeiauto gerammt. Wir verabreden, zum nächsten Platz gemeinsam zu fahren. Der ausgeschilderte Platz ist nicht in Betrieb und häßlich. Aber der Platz auf der Ul.Morska ist seehr schön. Eine ehemalige Gärtnerei an einem Flüsschen. Das Treibhaus wurde zu einem schlichten Klohaus. Und nur ein einziges WoMo.
Tag zwölf
Montag, 14.6. Trotz schlechtem Wetter sind wir noch eine Nacht in Rewal geblieben. Wir machen einen Strandspaziergang Richtung Westen nach Trzesacz. Dort kann man die Reste einer Backsteinkirche bewundern, die es irgendwann ins Wasser gezogen hat. Dafür wurde - aus Mitteln der EU - eine beeindruckende Treppe gebaut. Oben im Dorf gibt es nur Buden mit Nippes aus Afrika oder China. Der Weg zur Treppe eine Baustelle. Die Pierogi sind mit Schmalz und Zwiebeln übergossen. Brrr.
Wir fahren weiter nach Kolberg.
Tag elf
Sonntag, 13.6. Gleich am Ortseingang von Rewal liegt links der Kempingplatz Klif. Es ist ein größeres Wiesengelände, die Chefin kocht selber. 11,-€. Ca 50 m hinter dem Platz geht es geschätzte 25 m steil runter, das Meer knabbert das Land ab. Rewal selber ist eine Baustelle.
Samstag, 12. Juni 2010
Tag zehn
Samstag, 12.6.In Misdroy, der polnische Name ist weit komplizierter - Miedzywodzie - habe ich die ersten Pierogi gegessen. Pierogi ruskie, gefüllt mit Kartoffel- und Käsepapp. Das waren die einzigen in Polen, die frittiert gereicht wurden. Sehr lecker. In der Nacht gab es einen Wetterumschwung von heißen 30° auf kalte 15°. Wir fahren weiter nach Rewal.
Freitag, 11. Juni 2010
Tag neun
Freitag, 11.6.Wir verlassen den Platz der liebestollen Käfer und der nicht erwünschten Hunde und fahren Richtung Polen. Hinter dem Uckermarker Kreuz erinnert die Autobahn uns an die Errungenschaften des Sozialismus. Wir schleichen durch Schlaglöcher, es ist unglaublich!. Bei 30° im Schatten Szeczin-Stettin (Foto) besichtigt. Wegen ungenügender Auskunfteinholung seitens Göttergatten, sinnlos durch die Stadt gelaufen. Aber dann doch alles gefunden. Zum Schluss noch eine Riesenprozession quer durch die Stadt. Wir fahren nach Misdroy weiter. Dort bleiben wir auf dem bewachten 24Std-Parkplatz am Meer, neben den Hotels.5,00 € ohne alles.
Tag acht
Donnerstag, 10.6., wir haben in einer Seitenstraße im Tiergarten gestanden. Laut und unruhig. Es ist wieder drückend heiß, es werden bis zu 32°. Wir besuchen Frau S in ihrer neuen Wohnung an der Budapester, dann meine Mutter und schließlich fahren wir durch geschwitzt raus an den Werbellinsee. Leider verpassen wir den empfohlenen Stellplatz in Joachimsthal am Seerandweg und nehmen einen Campingplatz. Klo war eh voll.
Donnerstag, 10. Juni 2010
Tag sieben
Mittwoch. Wir hatten das Auto in eine ruhige Seitenstraße nahe der Waldbühne abgestellt und hatten - vom gelegentlichen Rauschen der S-Bahn mal abgesehen - eine ruhige Nacht. Am Kaiserdamm fanden wir nach gefühlten 50 Zahnärzten dann endlich auch eine Ärztin, die mir meine Tabletten aufschrieb. Da es mit 30° recht heiß war, setzten wir uns bis zu unserem Treffen mit dem Löwen und Frau S aus M mit Stühlen, Büchern und Wasser in den schattigen Tiergarten.
Abends dann im Zeitlos, einer Kneipe mit Sandfußboden direkt am Kanal, Herr H aus M ruft an: Hagel bis zum Abwinken. Na, dann schipp mal schön. Grins.
Dienstag, 8. Juni 2010
Tag sechs
Dienstag. 8.6. Ralles Geburtstag. Glückwunsch! Und endlich Tag des Konzertes. Vormittags ein kleines Drama: Auf der Suche nach einem Arzt gerate ich in eine orthopädische Riesenpraxis und schließlich in eine Belegklinik, die beide nichts für mich tun können. Entnervt kollabiere ich und muss von Paul abgeholt werden. Um drei gehen wir in die Waldbühne, um Paolo Nutini zu hören. (Der eigentliche Star ist allerdings Pink. Auf dem Foto turnt sie in der Mitte. Später in Nürnberg ist sie dabei abgestürzt.) Es ist entgegen allen Vorhersagen heiß und wir braten in der Sonne. Zum Glück habe ich ja einen Schirm dabei. Um halb zehn ist alles vorbei. Die Anwohner möchten schließlich schlafen.
Tag fünf
Tag vier
Sonntag, 6.6. Wir stehen in der Marina Lanke Werft. Ich muss bei strahlendem Sonnenschein bis zur Villa Lemm latschen. Bin danach völlig groggy. Tag vier kann auch abgehakt werden.
Montag, 7. Juni 2010
Tag drei
Samstag. Tag drei lassen wir einfach aus. Ich wache mit einer dicken Kehlkopfentzündung auf, aber die angerufene Notdienst-Ärztin kennt kein Mitleid: Soll Schleimlöser nehmen, die Apothekerin ist entsetzt, ich soll zum Arzt und Antibiotikum nehmen.
Wir fahren nach Berlin, ich fresse AspirinC, ACC, Anginheel, Wick, nichts hilft, ich bekomme Fieber.
Nachmittags gebe ich auf und fresse das prophylaktisch anwesende Antibiotikum. Google sagt, das passt zu Pharyngitis. Also rein damit. Den Tag verbringe ich auf der Liege.
Wir fahren nach Berlin, ich fresse AspirinC, ACC, Anginheel, Wick, nichts hilft, ich bekomme Fieber.
Nachmittags gebe ich auf und fresse das prophylaktisch anwesende Antibiotikum. Google sagt, das passt zu Pharyngitis. Also rein damit. Den Tag verbringe ich auf der Liege.
Freitag, 4. Juni 2010
Tag zwei
Freitag, 4.6. Wir fahren von Ferch über den Berliner Ring weiter nach Lübbenau. Unterwegs lesen wir Museumsdorf Glashütte, uns fallen die Uhren ein und schon gurken wir durch die Fläming-Pampas. der Sprit wird immer knapper und das Museumsdorf ist ein Muss für alle, die Alternatives mögen, aber mit Uhren hat es nichts zu tun. Nur mit Glasblasen. Dann geht es weiter nach Lübbenau, getankt wird in Baruth - das ist eine Erwähnung wert, weil Tankstellen sind so häufig nicht, wir laufen den ersten WoMo-Stellplatz an Lübbenau- Nr.17. Ja, wer auf abgeschlossenen Hof inmitten von Häusern steht, bitte. Wir fahren weiter zum Campingplatz Dammer Straße, 14 € für WoMo, 2 Leute, Strom. Klein, sehr sauber, mit Quakfroschtümpel, nahe am Geschehen.
(Am Bahnhof Lübbenau gibt es auch noch den typischen WoMo-Platz nur mit Versorgersäule.)
Von dort geht es mit dem Fahrrad rein, beim Bootsverleih Franke - sehr freundlich - leihen wir auf den letzten Drücker ein Paddelboot und paddeln eine 1-Std-Runde. Sehr schön, sehr zu empfehlen, gern auch länger für etwaige Kneipenbesuche. Für Sa So sollte man das Boot vorher unbedingt reservieren.
Wieder unterwegs Tag eins
Donnerstag, 3.6. Es ist Fronleichnam und wir fahren wieder los. Auf nach Osten. Dank des Feiertages in NRW ist es teilweise recht leer, aber rund um Hannover kommt es knüppeldick und wir fahren durch die Pampas, was Zeit kostet. Nach dem Abhören des Wetters, in der Niederlausitz Regen, beschließen wir, bei strahlendem Sonnenschein in Ferch am Schwielowsee zu übernachten. Sehr freundliche Menschen, weisen uns auf dem öffentlichen Parkplatz ein. Lecker Essen im Haus am See auch ohne Orangenbaumblätter auf dem Weg. Wir fahren mit dem Rad ein bisschen auf dem Uferradweg entlang. Die Nacht ist so ruhig, dass selbst der Wecker einen ohrenbetäubenden Krach macht.
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