Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Donnerstag, 29. April 2010

Tag elf


Mittwoch. Der Campingplatz entpuppt sich als kleines Juwel. Klein, sehr gepflegt, mit Annehmlichkeiten wie abschließbare Handy- und Laptop-Fächer mit Steckdose, wo man die Geräte für 1 Euro gesichert laden kann. Restaurant mit Brötchenkauf öffnet um 8 Uhr morgens. Alles ist sehr gepflegt und rollstuhlgeeignet: Es ist ein CAP-Campingplatz, eine Einrichtung, in der auch Behinderte leben, urlauben und arbeiten. Sie sind es, die alles liebevollst saubermachen und pflegen. Wir fahren mit dem Rad zum Zeppelin-Museum nach Friedrichshafen rein. Das Beste an dem Museum im ehemaligen Hauptbahnhof im Bauhaus-Stil ist das Restaurant. Sehr schön und Tagesmenüs für 7,50: Stroganoff, Kräutertagliatelle, frischer Salat, Mango- und Kokoscreme. In strahlendem Sonnenschein und mit Blick auf den Bodensee....

Dornier-Museum in Friedrichshafen


Danach fahren wir weiter nach Friedrichshafen zum Dornier- Museum. Architektonisch sehenswerter Bau, das Innere, die Ausstellung, das Café. Die Multimedia-Show ist geradezu perfekt. Und nun wissen wir auch, was eine DO-X ist und warum Friedrichshafen keine richtige Altstadt hat. Zum Übernachten fahren wir auf einen Stellplatz, der an der B31? fast am See liegt und mit 12 € für Entsorgung und Campingplatzmitbenutzung etwas teuer erscheint. Wir bleiben trotzdem.

Tag zehn


Dienstag. Wir werden um Viertel vor 7 von Straßenarbeiten geweckt. Als wir nachsehen, stellen wir fest, dass wir festsitzen, da die Straße hinter uns geteert wird. Dauert aber zum Glück nicht lange.

Montag, 26. April 2010

Tag neun


Es ist Montag und es regnet. Wir fahren weiter über Arbon nach Bregenz. Dort scheint schon wieder die Sonne und wir fahren mit der Seilbahn auf den Pfänderberg. Ganz toll. Endlich habe ich meinen Wunschort gefunden: Nach Westen Bodensee, nach Osten schneebedeckte Alpen. Ich könnte den ganzen Tag sitzen und abwechselnd auf die Berge und den See gucken. Wir fahren wieder runter und nach Lindau. Schöner Stellplatz an der Bahn hinter einem Campingplatz. 10 € für nix außer Platzmitbenutzung. Ist aber ok.

Sonntag, 25. April 2010

Tag acht


Nach zwei schönen, ruhigen Nächten müssen wir weiter. Wir brauchen dringend eine Entsorgung und Strom. Zuerst fahren wir kurz wieder zum WoMo-Platz nach Konstanz und entsorgen, um sofort wieder in die Schweiz einzureisen. Wir kommen kaum weiter, schon einige Kilometer hinter Kreuzlingen, in Altnau, steigen wir auf dem Campingplatz ab. Sehr schön, sehr schief, nah am Wasser. Auch hier sehr freundliche Menschen "Grüezi" und alle 500m saubere, offene Klos.

Tag sieben



In einer sehr schönen Gaststätte nehmen wir unseren Latte Macchiato und das Klo, laufen noch zum Velorämis und schauen uns Flyer an. Die sind in der Schweiz teurer als in Deutschland. Nachmittags fahren wir mit dem Rad nach Konstanz. Dort ist heute die Hölle los. Ansegeln oder so. Hafen und Stadt sind voll und es ist sehr heiß. Wir kaufen beim Discounter Süd lekkere Maultaschen und fahren zurück. Abends fahren wir noch einmal los, um im Hafen ein Bier zu nehmen. Danach - war es die Bolognese? - fülle ich das WoMo-Klo ganz ungeplant, am dritten Tag des freien Campens!
Vorsichtig in die Kurven gehen, kann ich da nur sagen.

Imperia im Hafen von Konstanz


Sehr gelungener Blickfang im Hafeneingang von Konstanz, der sich dreht und daher von überall auch von vorne zu sehen ist. Am schönsten ist allerdings die Rückseite des Papstes in der linken Hand.
"Die Statue der Imperia erinnert satirisch an das Konzil von Konstanz (1414–1418). Sie stellt eine üppige Kurtisane dar, der ein tiefes Dekolleté und ein Umhang, der nur von einem Gürtel notdürftig geschlossen wird, eindeutige erotische Ausstrahlung verleihen." (wiki)

Tag sechs


Über die Insel Reichenau, auf der viel Plastik angebaut wird, geht es weiter nach Konstanz. Auch eine schöne Altstadt, genannt Paradies. Am Hafen steht eine neue Figur, die Imperia mit dem Papst und dem Kaiser in jeweils einer Hand. Wir parken auf dem WoMo-Stellplatz (15-24 Stunden für 15,- €. Abwasser und WC-Haus) direkt hinter der Altstadt und direkt an der Schweizer Grenze. Da der Platz sehr laut ist fahren wir in die Schweiz, müssen aber eine Schwerlastabgabe leisten. Der Campingplatz ein paar Kilometer weiter akzeptiert keine Hunde, darum stehen wir auf einem Parkplatz mit angeschlossener Wiese.

Stein am Rhein


Kannten wir vorher überhaupt nicht, war aber ein wirklich guter Tipp. Und eine gute Currywurst bekommt man dort auch.

Freitag, 23. April 2010

Tag fünf


Wir fahren von Radolfzell über Moos an einem sehr schönen kleinen Strandbad vorbei, dh, wir machen den Einkehrschwung. Die ältere männliche Hilfe ist vor 14 Jahren aus RE eingewandert und kommt - wie er uns nach einem Blick auf unser Nummernschild im Vertrauen erzählt - noch immer nicht mit der Sprache klar. Über das Otto-Dix-Haus in Hemmenhofen - irgendwie düster, fahren wir nach Stein am Rhein. Das ist schon Schweiz und sagenhaft schön. Oder, wie der Strandbadbesitzer sagte: Wer Stein nicht gesehen hat, war nicht am Bodensee. Abends ist Familie angesagt. der Pizzabäcker muss einstecken können: Wo kommt das Bier her?-Aus dem Schwarzwald. Ach, deswegen dauert es solange.

Mittwoch, 21. April 2010

Tag vier


Wider eigenes Erwarten beschließen wir doch noch einen Tag zu bleiben. Das Wetter ist schön, wir laufen nach Radolfzell. Sehr schön, warum nicht gleich bleiben, Makler gibt es auch genug? Nachmittags nehmen wir das Rad, fahren auf die Halbinsel, klettern auf den nabu-Kletterturm, dh ich mache das Foto von unten. Der Kaffee schmeckt. Und abends ist Fußball, was will man mehr?

WoMo-Stellplatz Radolfzell


Auch wenn es nicht so aussieht:
Die Nacht war ruhig und dunkel. 8,- € pro WoMo, 50 Cent für eine KW/h, 6 Stromanschlüsse für ca 12 WoMos, Wasser und Abwasser.
Der Vulkan spuckt noch, aber das Flugverbot ist weitestgehend aufgehoben, viel wichtiger jedoch:
Google findet meine Weinkorkenwürmer.
Endlich!

Dienstag, 20. April 2010

Tag drei.




Dienstag, 20.4.2010, heute soll Freiburg erobert werden. Aber es regnet und es ist auch ziemlich kalt. Unverdrossen wird die Straßenbahn bemüht und es geht in die Innenstadt. Erste Station ist das Klo im Kaufhof, zweite ist ein Schirmstand bei Douglas, die dritte Station ist der Markt rund um das Münster. Im strömenden Regen werden vietnamesischer Koriander und Zimt-Basilikum im Topf erstanden. Nach dem Gang durch das Münster konnte die Bratwurst ohne Schirm gegessen werden, auf dem Rückweg zum WoMo war eine Nutzung als Sonnenschirm schon denkbar und als Ede passend auf dem Rad angetreten kam, schien - natürlich - die Sonne.
Danke, Ede, bis zum nächsten Mal!
Wir fuhren weiter nach Radolfszell. Der erste WoMo-Stellplatz liegt an der Bundesstraße und wenn der Tanklaster die Kurve nicht kriegt, dann steht er vermutlich neben uns. Wir entscheiden uns für den anderen Stellplatz, hinterm Sportplatz, das Donnern des Balls im uns vom Bolzplatz trennenden Zaun, spricht allerdings nicht unbedingt für den Torwart. Auf dem Weg zum Turnerheim, wir brauchen Kleingeld für den Parkautomaten, überrascht uns ein heftiges Gewitter.
Es ist immer noch kalt, der Vulkan spuckt auch noch und nur wenige Flugzeuge fliegen.

Tag zwei.


Montag, 19.4.2010. Wir fahren los in Richtung Freiburg. Unterwegs rufen wir Ede an und versichern uns, dass sie da. Sie ist da, die Tochter auch, lediglich der Göttergatte, der gar keiner ist, weilt in der Hauptstadt. Nun ja, das kann man einen zwei Drittel Erfolg nennen. Nicht zu vergessen, das Haus. Das Haus im hippen Solar-Zentrum haben wir schließlich in all den Jahren noch nicht besichtigt. Es ist sehr schön, für mich als Höhenneurotiker allerdings zu hoch, bzw oben zu offen. Aber wenn ich in der Mitte stehen bleibe, ist es ok. Die Anzahl der Kinder ist vermutlich ebenso hoch wie die Art der verschiedenen wir-nutzen-die Sonne-Baustile. Wahrscheinlich gab es für beides eine finanzielle Förderung. Das Jesuitenschloß, also selbige Gaststätte, schön am Hang gelegen, hat leider montags geschlossen. In der arg kalten Nacht bleiben wir auf der Straßenbahn-Straße stehen, verfolgen den nächtlichen Straßenbahn-, ICE- und Regionalbahnverkehr.
Also der ICE fuhr die ganze Nacht und selbst zwei Flugzeuge kamen vorbei. Großes Erstaunen.
Welch riesige technische Errungenschaft.

Endlich unterwegs.

Sonntag, 18.4. Nach einigen Möbeltransportproblemen geht es gegen Mittag endlich los. Der Verkehr ist lebhaft, jedoch kein Stau, der Vulkan schlägt sich nicht auf der Autobahn nieder.
Als erstes fahren wir nach Mannem, wo uns ein dicker Kuchenteller erwartet. Danach besichtigen wir das umzubauende Haus, da steckt ganz offensichtlich eine ganze Menge Arbeit drin. Von den Kosten zu sprechen, will ich gar nicht erst anfangen.
(Du musst jetzt ganz tapfer sein! :-))
Der Abend endet mit einer Konsultation des leckeren und freundlichen Griechen. Aber Retsina mit Cola - mal ganz ehrlich - geht gar nicht.

Samstag, 17. April 2010

Jetzt wird es ernst.

Der Weinkorkenwurm bleibt verschollen. Da hilft nur eins: Mutti muss auf große Tour gehen, ein mehr oder weniger langweiliges Tagebuch schreiben, wie Tausende andere es hier auch tun und dann vielleicht andere mitlesen lassen. Vielleicht erbarmt sich google dann der Weinkorkenwürmer und holt sie aus der Versenkung.
Zur Zeit ist es wolkenlos, flugzeuglos, dem Vulkan auf Island sei dank.

Sonntag, 11. April 2010

Wo ist der Weinkorkenwurm?

Mutti googelt wieder, aber die Buntwäsche bleibt verborgen. Die Hilfe sagt dazu nur ganz lakonisch, dass der Blog erstmal eine Weile existieren und auch daran geschrieben werden muss, bevor er in der Googleblogsuchmaschine auftaucht. Also Mutti, tapfer weiterschreiben. Immerhin steht der Zähler schon auf 4. Wenigstens google scheint regelmäßig mal drauf zu gucken.
Weinkorkenwürmer haltet aus! Wir kommen.

Mittwoch, 7. April 2010

Buntwäsche finde ich nicht gut.

Ok, der Zähler steht noch immer auf 1, das entspricht, mal ganz unwissenschaftlich ausgedrückt, eher einer 0. Also die Suchmaschine angeworfen und siehe da, nicht einmal in der hauseigenen google-Blogsuchmaschine tauchen Buntwäsche oder Buntwäsche-Mutti auf. Die Hilfe befragt, erfährt Mutti, dass sie, wenn ihr Blog nicht auftaucht, die URL ihres Blogs in ein Feld eintragen kann und an google absenden kann, erst dann ist ihr Blog eigentlich öffentlich freigegeben. Also URL eingetragen, klick, und in ein paar Tagen kontrolliert Mutti, ob es geklappt hat.
Bis dahin krabbeln die Weinkorkenwürmer halt weiter im Verborgenen.

Besucherzähler

Nun möchte Mutti wissen, ob sich überhaupt jemand auf ihren Blog verirrt. So ganz durch Zufall, schließlich macht Mutti keine Werbung dafür. Deshalb möchte Mutti jetzt einen Besucherzähler in ihren Blog einbauen. Google analysis erscheint ihr zu kompliziert, sie ruft die Hilfe unter dem Stichwort Zähler auf. Und siehe da, es taucht eine Liste von verschiedenen, freien Zählern auf. Aber alle sind englisch. Da hilft es schon mal, einen Blick in die Hilferufe der anderen zu werfen und siehe da, die Lösung ist gefunden. Mutti entscheidet sich für pax, da geht es sehr einfach und schnell, sie klickt hier was und da was und schon hat sie ihren Zähler in passender Farbe und Stil und durch das Klicken reverse... blabla, sogar ganz ohne Werbung. Geht doch!

Samstag, 3. April 2010

Der Ochs vorm Tor


Prima, die erste Hürde ist geschafft. Nun sollen aber auch noch Fotos rein. Schließlich will Mutti ihre bunte Reizwäsche zeigen. Wie hieß es im Video auf youtube so schön: Einfach auf den Button für Bilder klicken. Das ist schnell gemacht, aber hoppala, da geht erst einmal eine neue Seite auf: picarama weiß der Kuckuck und man muss sich neu anmelden. Name, email-Adresse, dann die Bilder hochladen. Soweit so gut, aber wie kommt Mutti jetzt wieder zurück zu ihrem Blog, um die Bilder einzubauen? Klick hin, klick her, sie findet den Blog nicht mehr. Seufz. Jetzt steht sie da wie der Ochs vorm neuen Tor und im Hintergrund kündigt sich schon der Beginn von Sakrileg im Fernsehen an, entsprechend fahriger wird Mutti. Schnell alles zugemacht - oder doch noch mal aufgemacht und nachgeguckt? Also schnell noch einmal rein in den Blog, den Button Bilder angeklickt und - wie von Zauberhand erscheint die Liste der hochgeladenen Bilder. Klasse.
Zufrieden schließt Mutti ihren Blog.
Mit der dreckigen Buntwäsche drauf.

Freitag, 2. April 2010

Hier kommt Mutti





Seit sie vor einem Monat das Arbeiten - zumindest vorläufig - eingestellt hat, beschäftigt Mutti nur ein Problem: Wie erstelle ich ein Blog? Und schon gehen die Schwierigkeiten los: Muss es heißen das Blog oder der Blog? Das Blog - von wegen das Tagebuch - klingt logischer, der Blog aber besser. Mutti bemüht wikipedia und siehe da: Das Blog ist richtig und der Blog geht auch. Mutti entscheidet sich fortan für den Blog.
Auf der Suche nach einer einfach zu handhabenden, einer Hausfrau würdigen Bloggersoftware, ist sie rein strategisch vorgegangen: Sie suchte den einzigen Blog raus, den sie sozusagen persönlich kannte, denn was die konnte, konnte sie auch.
Und richtig.
Voilà, hier kommt Mutti.