Die Nacht war schattig, um 14° herum. Die 30° Nachtausstattung war eindeutig zu dünn. Wir fahren weiter, statt durch den Felbertauerntunnel für 12,00 € wählen wir die attraktivere und kostspieligere Großglocknervariante. In Heiligenblut sind es schon nur noch 9°, die Wolken werden dunkler, der Wind heftiger. Wir sind etwas unentschlossen. Der WoMo-Stellplatz in Heiligenblut liegt tiefer in einem sonnenfreien, engen Tal. Für 15.00 Uhr eindeutig zu
depressiv. Oben soll es aber schneien, das ist für eine gute Aussicht hinderlich. Egal, weiter. Um 1600 Meter geht der Regen in Schnee über, die Temperatur sinkt zuguterletzt bis auf 0°. Es ist wolkig-nebelig, die Sicht schlecht. Alles grau in grau. Wer das mag, hat sich für einen Sommerurlaub in Schottland qualifiziert.
Wieder unten freuen sich die Bremsen über die nasse Abkühlung, es regnet, so dass wir auch das Treffen der alten Feuerwehrautos nicht besuchen müssen. Es bleibt auf der ganzen Fahrt dunkel, kalt und regnerisch. Wir beschließen, gleich nach Kölei durchzufahren. Dort warten immerhin Fernsehen, Badewanne und eine trockne, warme Wohnung. Denkste. Als ich den Glockenschlüssel raushole, fehlt der Hausschlüssel, denn den hatte Männe ja abgegeben.
(Ich weiß schon, warum ich meine Hausschlüssel nie rausrücke.) Also eine weitere Nacht im WoMo vorm Ursprung mit toller Aussicht bei 5°. Männe ist ob des nun wirklich schlechten Wetters maulig. Mein Hinweis, am Gardasee war es wärmer und ich wüßte eine Kreuzung in der Nähe, wo es nach Slowenien und Italien ginge, stimmt ihn auch nicht froher. Um Mitternacht bimmelt noch immer eine Kuhglocke. Ansonsten lärmt die Stille.
0,00 € Übernachtung
36,50 € Maut (29,- GG, 7,50 Gerlos)
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