Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Donnerstag, 21. Juni 2012

Tag neunzehn. Geirangerfjord, Alesund.

 Der Himmel ist blau!
Wir beschließen eine Geiranger-Rundfahrt auf einem Schiff zu machen. Das planen außer uns noch viele andere, zumindest um 11.30h. Davor und danach ist es leerer. So aber gibt es sowohl beim Ticketkauf, als auch bei der Schiffseroberung Stress. Überhaupt ist das kleine Dorf jetzt voll von Menschen, drei Riesen-Kreuzfahrtschiffe liegen schon im Fjord, Hurtigruten kommt noch dazu. Es wird aus- und wieder eingebootet, Dieselqualm liegt über dem Fjord. Alle wollen Touren buchen, Ausflüge machen, Bier oder Kaffee trinken, Kitsch kaufen. Die Fahrt selbst ist wunderbar, wir haben mit verschiedenen Frauen Spass - Männe mit einer Kreuzfahrerin, ich mit einer recht alten Dame aus Kanada. 
 Nach 1,5 Stunden sind wir zurück, verlassen den Stellplatz und klimmen die Trollstiegen rauf. Mittendrin erneut eine Aussichtsplattform, letzte Gelegenheit Fotos vom Geirangerfjord nach rechts wie auch links zu machen. Danach kehrt wieder herrliche, norwegische Ruhe ein. Wir halten, klappen unsere Stühle auf, nehmen eine halbe Stunde Urlaub in der Sonne, Männe pflückt schon mal Blümchen. Dann geht es weiter nach Alesund. Der erste CP Volsdalen ist ziemlich voll, der Besitzer meint, wir sollten gucken, er wüsste nicht, wo noch Platz sei. Wir werden von freundlichen Campern auf eine Zeltwiese geleitet, wo wir noch stehen können, auch wenn die Zelter etwas entsetzt schauen, fürchten sie doch, unter die Räder zu kommen. Alles steht dicht gedrängt, überall wird noch gebaut, sind grobe Flächen. Nee, das ist es nicht, ich will wieder weg. Wir fahren zum nächsten CP. Wir fahren und fahren. Ich frage.
No. Prinsen strandcamping no longer. Also, in den sauren Apfel gebissen, zurück in die Stadt, nun zum WoMo-Stellplatz auf geteerter Fläche. Wir fahren durch die Innenstadt, am Hafen vorbei, links, rechts, am Radisson vorbei, Hügel rauf und steil nach links runter zum Wasser. Und - wunderbar. Geteert, aber direkt am Wasser und - vor allem - leer. Nur einige wenige stehen dort. Dazu ordentliches Sanitär mit Dusche, sowie Ent- und Versorgung. Die Innenstadt ist fußläufig. Bloß der Hund ist etwas Grün am Suchen. Unser Konverter streikt. Deshalb setze ich mich für eine Stunde in den Vorraum des Behinderten-WCs und lade Compi und Kamera wieder auf.
Und dann geht zu allem Überfluss auch noch die Sonne über dem Meer unter. Blöd nur die Insel, die sie verdeckt. Aber welch Farbenspiel. Erst gegen eins werden die Farben fahl - Mitternacht eben. Richtig unter geht die Sonne nicht. Es bleibt, wie auch schon die Nächte vorher, hell.
160kr, kein Strom.

WoMos und Schiffe

Geirangerfjord



Alesund Sommersonnenwende