Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


Sonntag, 17. Juni 2012

Tag fünfzehn. Urnes. Jostedal.

Es ist ruhig, sowas von ruhig. Und grau. Wir fahren nach Solvorn, stellen das Auto am Hafen ab und nehmen zu Fuß mit dem Hund die Fähre nach Urnes. (Hunde und Fahrräder kosten in Norwegen nie extra!) Die Fähre geht immer um voll nach Urnes und um halb zurück. Dabei hat sie ca 10 Minuten Aufenthalt jeweils. Heißt, eine oder zwei oder mehr Stunden Aufenthalt in Urnes. Wir gehen ca 15 Minuten steil den Weg rauf. Oben ist eine kleine Hausansammlung, zB ein Café und die Stabkirche. Nunmehr die älteste. Auch sie pechschwarz, noch kleiner und für einen Moment bin ich entsetzt, für diese Minikirche den Aufwand getrieben zu haben. Aber: Dieses Mal löst Männe ein Ticket und besichtigt die Kirche von innen. Dort erwartet ihn und die anderen Fährenfahrer ein grauer Rauschebart, der auf Englisch die Bauweise der Kirche erklärt. So erfahre auch ich, dass pechschwarz durchaus treffend ist: Ausreichend große Bäume wurde die Spitze und alle Äste abgeschnitten. Der dieserart verletzte Baum produzierte Baumteer und nach 10 Jahren war er schwarz, konserviert und wurde gefällt, bis tief in die Wurzeln, denn die Kurven zwischen Wurzel und Stamm wurden für Bögen verarbeitet. 
Draußen auf Männe wartend, werde ich nervös: Die Fähre kommt ganz offensichtlich, wir müssen runter, oder noch eine Stunde bleiben. Männe kommt, macht noch schnell 2 Fotos und wir rennen die Straße runter.
Wieder beim Auto fahren wir weiter nach Jostedals, zum Jostedalsbreen. (Breen heißt Gletscher.) Wir gehen in Jostedal auf den Campingplatz, bis zum Gletscher sind es dann noch 5 km. Es ist regnerisch, kalt, es kann eigentlich nur besser werden.
Fähre 128kr, Kirche 60kr, CP 200kr incl Strom u WLan.
Deutschland:Dänemark 1:1. Das nennt man Favoritensterben.

Urnes
Typische, freundliche Norwegerin