Willkommen beim alltäglichen Wahnsinn einer Hausfrau.


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Sonntag, 10. Juni 2012

Tag acht. Lauvvik, Preikestolen.
 
Die Sonne scheint. Wir fahren nach Lauvvik (kurz vorher Foto klar machen: Eine kleine Insel im Fjord auf der linken Seite, sehr hübsch). Die Fähre fährt im Viertelstundentakt, die Überfahrt dauert demzufolge nicht lange, nur gut, dass der Fotoapparat eh klar ist. Vorne Mitte ist gut.
Direkt hinter der Fähre ein Fischesszentrum, es sind sehr schöne Parkplätze mit Sitzgruppen angelegt, hier könnte man auch gut frühstücken.  Haben wir leider schon, darum nur ein paar Sonnenstrahlen tanken. Weiter geht es nach Preikestolen, die neue Brücke bleibt rechts liegen. Der CP erscheint uns mit 300kr zu teuer, an der Preikestolenhytta soll man auch stehen dürfen. Nun ist die Hütte eher ein Hotel, demzufolge darf man da nicht stehen und auf dem Parkplatz ist Parkzeit 6-24, 100kr, danach muss man wegfahren. Was tun? Da das Wetter gut ist, beschließen wir spontan zu bleiben, parken und ziehen mit 2 Äpfeln, 700ml Wasser und ein paar Keksen ausgerüstet los. Um es kurz zu machen: Aus den insgesamt 4 Stunden werden 6, wir sind froh, den Hund im Auto gelassen zu haben, denn der Weg ist eine Herausforderung, oder wie ein Bayer zwischendurch bemerkte, die Eiger Nordwand wäre leichter, denn da gäbe es Seile. Okay, ein bisschen übertrieben war das schon, aber das mit den Seilen stimmt. Viele Nationalitäten bahnen sich den Weg rauf. Bemerkenswert viele Russen dabei, die leichtfüßig von Stein zu Stein springen. Die haben aber auch nur das halbe Gepäck am oder besser auf den Knochen. Weiter oben muss man sich entscheiden, ob Cliff trail oder Hill trail. Wir entscheiden uns für Cliff. Das war auch gut so, denn Hill geht höher und man hat den Blick auf den Preikestolen von oben. Das gibt geile Fotos, aber zum Cliff runter hat sich keiner getraut: Relativ steil und felsig, hat man sicher die Optik, beim Stolpern direkt 700m tiefer in den Lysefjord zu fallen. Umgekehrt gab es einige, die sich höher zu klettern trauten.
Ich nicht. Mir reichte die eine Stelle, an der man an den Felsen geklammert, einen Spalt überqueren musste. Mehr kann ich nicht dazu sagen. Ich könnte höchstens Farbe und Struktur des Felsens wiedergeben, vermutlich sind meine Fingernägel zu erkennen, die sich da rein gegraben haben. Aber echt - 25m vor dem Ziel nach 2,5 Stunden Aufstieg! Das musste irgendwie gehen. Und das war auch gut so. (Die X-Figur oben bin ICH!!)
Am Abend nach einem fast noch mühsameren Abstieg, tut jeder Knochen weh, wir spüren jede Faser. Wir ziehen uns ein fürchterliches Fertigessen rein und beschließen wegen des übervollen Klos und Männes Bedürfnis nach einer Dusche nun doch den CP aufzusuchen. Zackzack Stühle und Bier raus, aaaaah. Männe schluckt prophylaktisch eine Schmerztablette.
210kr Fähre, 260kr CP, 100kr Parkplatz. Es läppert sich.

Lysefjord

Preikestolen